Weil ich es kann …

…und was mir gerade einfällt…

Partyergebnisse

Written By: OhneWorte - Mai• 16•11

Neulich war ich auf einer Party. Doch weiß ich leider nicht mehr so genau wann ich dort war, deshalb muss ich eben auch sagen, dass es neulich war. Dies hat aber auch noch einen weiteren Vorteil, denn auch in mehreren Jahren stimmt dieser Text noch, denn auch wenn neulich auf den ersten Blick suggeriert, dass es vor nicht allzu langer Zeit passiert sein muss, so ist neulich doch eher Zeitlos und lässt sich eigentlich immer verwenden, wenn man nicht mehr weiß, wie lange etwas her ist, egal ob es gestern, letzte Woche, vor einem oder 25 Jahren war.

Aber ich schweife ab, zurück zum Thema. Ich war ja neulich auf einer Party. Sie muss gut gewesen zu sein, denn so weiß ich heute weder, wann, noch wo oder wie sie war. Jetzt fragt man sich natürlich wie ich darauf komme, dass die Party gut gewesen war, wenn ich mich noch nicht einmal daran erinnere wie und wo sie war.
Wobei das, wie ich finde, eigentlich schon sehr gute Anzeichen sind, dass es super gewesen sein muss. Gut böse Zungen könnten jetzt auch sagen, die Party war so beschissen, dass ich mich so lange betrunken habe, bis es mir vorkommt, dass die Party gut sei. Trotzdem sei sie so schlecht gewesen, dass ich sie nur ertragen konnte, in dem ich so viel soff, bis ich einen Filmriss hatte. Allerdings sehe ich an der Argumentation zwei Probleme:

Erstens: Würde dies die Geschehnisse, an welche ich mich nach der Party wieder erinnern kann in ein ganz anderes Licht rücken und in diesem Licht will ich sie gar nicht sehen.

Und Zweitens: Ich meine das versteht sich ja von selbst. Ich gehe nicht auf schlechte Partys. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern und dass müsste ich ja wohl, wenn ich dort gewesen wäre.

Also wie ihr seht, kann es nur eine gute Party gewesen sein.

Aber wie dem auch sei, auf jeden Fall, kam ich kurz nach neulich dann wieder zu mir. Es dürfte eigentlich der Morgen danach, oder aber auch der Morgen nach dem Morgen danach. Oder irgendwann anders zwischen neulich und heute. Also wie gesagt, kurz nach neulich. Auf jeden Fall wachte ich auf und das war ja schon mal was. Doch hörte es dann auch wieder mit den Positiven Dingen auf. Zwar wachte ich in einem Bett auf, doch war dies ein mir vollkommen unbekanntes Bett. Das Zimmer in dem Bett stand, war mir noch vollkommen unbekannter, Alleine schon aufgrund der Tatsache, dass es aufgeräumt und ordentlich war. Auch meine Kleider konnte ich nirgends finden, werde auf dem Boden noch an mir. Aber immerhin lag neben mir im Bett offensichtlich eine andere Wärmequelle. Also wird wohl alles in Ordnung sein. Erleichtert und beruhigt drehe ich mich um und freue mich schon auf das schöne Geschöpf neben mir. Voller Genus und Vorfreude auf das schöne Erlebnis von heute Nacht oder zumindest den zweiten Part dabei zu sehen.
‚Oh, mein, Gott‘ denke ich mir als ich feststelle, dass das einzige was sich von mir noch bewegt mein Kiefer ist, der tiefer rutscht als ich es je für möglich gehalten hätte. Doch was da neben mir in dem Bett lag, das… das war leider nicht wirklich geschlechtlich zu zuordnen. Ich konnte nicht sagen, ob es weiblich oder männlich oder sonst irgendwas war. Das einzige was ich sagen konnte ist, dass diese Ding groß und haarig war. Naja immerhin ist es scheinbar kein Hund und hält warm.
Ich war noch nie so froh über einen Filmriss, wie an diesem Morgen.
Panisch schaute ich mich um, wo bin ich da noch nur gelandet. Langsam und voller Vorsicht, ich möchte Es ja nicht wecken, mache ich mich daran schnell hier zu verschwinden. Erst mal aufstehen und Kleider suchen. Doch bevor ich mich bewegen konnte legte es seinen Arm um mich. Ein großer, schwerer, dicker und haariger Arm legt sich um meine Hüften. Da dies aber scheinbar nicht reichte erreichte nun gleichzeitig auch ein stechender Geruch, nach hoffentlich nur Schweiß, meine Nase. Da dieser nicht von mir kam, muss die Party gut gewesen sein, sonst wären diese Geschehnisse einfach zu schrecklich, denn irgendwo musste ja etwas Gutes zu finden sein.

Nach dem Es sich dann aber sonst nicht weiter bewegte versuchte ich einen neuen Versuch. Zuerst musste ich diesen besonders haarigen Armberg auf die Seite, von mir runter wälzen. Nach dem dies ohne weitere Zwischenfälle erfolgreich vollendet war, konnte ich endlich wieder atmen. Bevor Es aber wieder dieses Monstrum auf mich legen konnte, stürmte ich fluchtartig aus dem Bett. Kleider, Kleider, ich brauche dringend meine Kleider, wo sind die denn nur. Nach viel Lärm und heftigem Suchen drang eine Stimme aus dem Bett zu mir. Diese Stimme führte mich zwar dankenswerterweise zu meinen Kleidern und drückte ihr bedauern aus, doch war ich immer noch nicht in der Lage diese Wesen einem der üblichen Geschlechter zu zuordnen.

Ohne auch nur allzu genau darüber nach zu denken zog ich mich schnell an und machte ich auf den Weg. Wohin war mir eigentlich egal und war auch nebensächlich, solange ich nur weg von hier kam.

Als ich die dann abends einem Freund erzählte, sah er mich dann erst entsetzt an, bestätigte mich in meinem Vorhaben, keinen Alkohol mehr zu trinken und stand dann auf um uns eine weitere Runde Bier zu holen.

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