Weil ich es kann …

…und was mir gerade einfällt…

Schlaflos – Teil 4

Written By: OhneWorte - Jan• 30•12

So saß ich bestimmt anderthalb Weilen auf meinem Sofa und träumte mich vor ein Kaminfeuer, während ich ganz genüsslich meinen langsam kälter werdenden Kakao trank und hätte es bestimmt auch noch mindestens weitere anderthalb Weilen so auf meinem Sofa ausgehalten, wäre ich nicht plötzlich von einem schüchternen Klingeln an meiner Wohnungstür unterbrochen worden. Jäh wurde ich von meinem Kaminfeuer weggerissen und wieder vor mein Fernsehgerät geworfen. Immerhin hatte ich noch einen Schluck nicht mehr warmen Kakao in meiner Müslischale. So trank ich ihn aus, schälte mich aus meiner Decke und stellte die Müslischale auf meinem Fernsehgerät ab. Danach stand ich auf und ging mit meinen Hausschuhen an den Füßen und in meinem Schlafanzug langsam Richtung Wohnungstür.
Als ich den Flur erreichte schaltete ich das Licht ein, damit ich nicht schon wieder über meinen Staubsauger stolperte. Wenigstens tat meine Beule auf der Stirn nicht mehr so sehr weh.
Während ich mich fragte, wer mich wohl zu dieser Nachtstunde aufsuchte ging ich wieder fröstelnd, da ich keine Decke mehr umhatte, die letzten Schritte zur Tür. Dort angekommen staunte ich nicht schlecht als ich durch den Türspion blickte und vor meiner Tür meine süße Nachbarin in ihrem Morgenmantel erblickte.
Neugierig öffnete ich die Tür und sah meine süße Nachbarin fragend an. Sie entschuldigte sich auch gleich bei mir, dass sie mich störe. Während ich noch versuchte zu sagen, dass sie nicht störe, fuhr sie auch schon fort und erklärte mir, dass sie, da sie nicht schlafen konnte Kekse gebacken habe, sie backe immer wenn sie nicht schlafen konnte. Ohne Pause fuhr meine süße Nachbarin weiter fort und meinte schüchtern, dass sie nun aber leider keine Milch mehr hätte um die Kekse zu essen und da sie meinen Fernseher gehört hätte, da sie ein gutes Gehör hatte, dachte sie ich sei noch oder wieder wach und sie könne kurz klingeln und mich nach Milch fragen.
Da sie beim Sprechen auch immer schneller wurde, brauchte ich einen Moment um zu verstehen, was sie von mir wollte, da ich zwar auch nicht schlafen konnte, was aber nicht bedeutete dass mein Verstand um dies Zeit auch auf Hochtouren lief. Aber noch bevor ich etwas erwidern konnte, blickte sie auf meine Stirn, sah meine Beule, blickte mich mitleidig an und wollte wissen, was denn mit mir Armen passiert sei.
Nachdem ich einen weiteren kurzen Augenblick atemlos dastand, schaffte ich es endlich, mich zu fangen und berichtetet ihr kurz von meinem Missgeschick und wie glücklich ich war, dass ich dabei Hausschuhe anhatte und so schlimmeres verhindern konnte. Da sah sie mich an, legte den Kopf schief und gab mir Recht, dass ich Glück hatte, Hausschuhe angehabt zu haben. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn ich meine Hausschuhe nicht angehabt hätte. Dann wollte sie aber nochmals wissen ob ich denn noch Milch im Haus hätte.
Nach dem ich dies bejahte und betont hatte, dass ich sogar noch frische Milch in meinem Kühlschrank hätte, lud sie mich sogar zu sich zum Kekse essen ein. Allerdings müsste ich die Milch mitbringen, da sie wie sie sagte, zum Glück keine mehr hatte.

Ende?

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