Weil ich es kann …

…und was mir gerade einfällt…

Dein Lächeln

Written By: OhneWorte - Okt• 03•11

Der Sonnenschein scheint
greifbar
durch das Fenster
und den Dreck
darauf

direkt
auf und in
mein Herz

scheint greifbar
taut es auf
erleuchtet meine Seele
und hellt
mich auf

denn Du bist hier
und denkst
zu mir

und lächelst
scheinbar greifbar
Sonnenschein
in mich hinein

Du lächelst
wirklich
Sonnenschein
in mich hinein

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Flackern

Written By: OhneWorte - Sep• 26•11

Flackerndes Licht
Hoffnung
Verzweiflung
Zuversicht
und Ängste

Flackerndes Licht
um gibt uns
Unglaube
Glaube
Hoffnung
Ängste
Zuversicht

Flackerndes Licht
sind wir
wollen strahlen
kämpfen darum
Flackern
Kämpfen
hell
dunkel
hell
dunkel
hell

Flackerndes Licht
in uns
an uns
um uns
wegen uns

bringen das Licht
zum Flackern
gegen die Dunkelheit

wir Flackern
in der Dunkelheit

bringen Licht
Flackern
Leuchten
Stahlen

stück für stück
Flackern des Licht
sind wir
gegen die Dunkelheit

bringen Licht
Flackern
Leuchten
Stahlen
gegen die Dunkelheit

bringen Licht
Verbreiten
Teilen
Leuchten
gegen die dunkelheit

beginnend mit einem Flackern
gegen die dunkelheit

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Verloren im Nichts – Teil 1

Written By: OhneWorte - Sep• 19•11

Aufwachen

Kalte Stille im endlos leeren Raum. Ungestörte, unendliche Weiten voller Nichts, lediglich durchbrochen durch ein lautlos dahin gleitendes Objekt. Der Ursprungsort des Objektes ist nicht mehr auszumachen, der Bestimmungsort noch nicht einmal zu erahnen. Scheinbar lautlos bricht dieses Gebilde durch die Stille des Weltraums.

Lediglich im Innern des Objektes ist das stetige, leise und monotone Brummen der Generatoren und Triebwerke im Hintergrund zu vernehmen.
Neonröhren springen flackernd an und beginnen, einen quadratischen Raum zu erhellen.
Wenige Augenblicke nachdem die Neoröhren begannen, den Raum mit sterilem Neonlicht zu durchfluten, erwacht eine Frau auf einer Pritsche. Sie trägt einen grauen Overall und Stiefel. Sie setzt sich auf, stellt ihre Füße mit zwei leisen „Klongs“ auf dem kühlen Metallboden ab und blickt sich verwirrt und orientierungslos um.
Als erstes streift ihr Blick ein Fenster in das scheinbare Nichts des schier endlosen Weltraums. Ein Gefühl des Schwindels ergreift von ihr Besitz. Schnell stützt sie sich mit ihren Armen auf der Pritsche ab. So sitzt sie, leicht nach hinten gebeugt und schaut der Verzweiflung nahe in den unendlichen Weltraum.

Es muss der Weltraum sein, denkt sie sich. Sind diese vielen kleinen Punkte dort draußen nicht Sterne? Doch, es müssen Sterne sein. Also muss ich doch im Weltraum sein. Aber müsste ich dann nicht schwerelos sein?
Eine ganze Weile sitzt sie so da und grübelt zeitvergessen darüber nach wo sie hier ist und wie sie überhaupt hier hergekommen ist.
Wie aus heiterem Himmel wird sie plötzlich von einem Stöhnen hinter ihr aus ihren versunkenen Grübeleien herausgerissen. Verwirrt und immer noch Orientierungslos blickt sie hinter sich und sieht dort, wenige Meter neben ihrer Pritsche, eine zweite. Das Stöhnen kommt offensichtlich von einem Mann. Dieser ist genauso gekleidet wie sie selbst und kommt, so scheint es, gerade zu sich.
Noch während sie sich zu ihm umdreht, setzt er sich langsam auf. Ihre Blicke treffen sich und verweilen, verwirrt einige Herzschläge ineinander.
So vergehen nur einige Momente, dann löst er seinen Blick von ihrem, schaut an ihr vorbei und bemerkt das Fenster hinter ihr. Noch im selben Moment springt er blitzartig auf und ruf mit einer sich vor Freude überschlagender Stimme: „Wow, ich glaube es ja nicht! Ist das echt echt? Sind wir wirklich im Weltraum? Man, man, man, das ist ja echt cool! Davon habe ich ja schon immer geträumt. Das ist ja echt super.“
Nun dreht er sich zu ihr um und fragt sie voller Begeisterung: „Sind wir hier auf einem Raumschiff oder auf einer Raumstation?“
Mehr verwirrt als verärgert erwidert sie auf die Frage etwas härter als eigentlich gewollt: „Woher soll ich das wissen! Ich bin selbst erst kurz vor dir hier aufgewacht. Ich weiß verdammt nochmal auch nicht, wo wir hier sind oder geschweige denn wie wir hier verdammt noch mal hergekommen sind.“ Sie macht eine kurze Pause um kräftig auszuatmen und fährt dann etwas ruhiger fort. „Vielleicht sollten wir erst einmal versuchen herauszufinden, wie wir hier hergekommen sind. Kannst du dich an irgendetwas erinnern, bevor wir hier auf gewacht sind? Oder vielleicht, wie wir hier hergekommen sind?“
Mit einem äußerst nachdenklichen Gesichtsausdruck wendet er sich wieder dem Fenster zu und blickt hinaus, während er sich ein paarmal mit dem Finger an sein Kinn tippt. Erst jetzt antwortet er, ohne sich um zu drehen: „Nein, nein, ich kann mich an nichts erinnern. Noch nicht einmal an meinen Namen oder meine Lieblingsfarbe. Und wie ist es bei dir? Weißt du noch irgendwas?“
„Nein, auch nichts. Ich kann mich auch an nichts erinnern, auch nicht an meinen Namen.“ Gibt sie kopfschüttelnd zu, blickt für einen halben Moment nachdenklich nach oben und setzt dann mit einer Frage nach. „Woher wusstest du denn dann, dass du schon immer von so was geträumt hast?“
Daraufhin atmet er laut aus, zuckt mit den Schultern und versucht zu erklären. „Puh, das weiß ich leider auch nicht. Ich kann mich, wie gesagt, nicht daran erinnern. Aber es fühlte sich so an, wie ich es vorhin meinte. Irgendwie, war da so ein unbeschreibliches Gefühl von Euphorie… ich weiß es auch nicht genau…“
Dann geht er langsam zu seiner Pritsche zurück, setzt sich ihr gegenüber, blickt die Frau an und fragt sie dann: „Und was jetzt?“
„Ich weiß es auch nicht…“ antwortet sie knapp und blickt suchend zu Decke empor, als ob es ihr möglich ist, dort ein paar Antworten zu finden. Kopfschüttelnd wiederholt sie sich: „Ich weiß es auch nicht…“

Fortsetzung folgt…

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Ein paar Momente des Glücks

Written By: OhneWorte - Sep• 12•11

Blitze zuckten – taghell durch die dunkle Nacht. Der Regen peitscht unaufhörlich durch das offene Fenster und brachte die Kühle des Sturms in einen Raum voller Leere.

Tropfen für Tropfen begann er den Raum zu füllen. Nur so, war es ihm möglich, die Leere zu bekämpfen.

Wie von Sinnen tobte und wütete es draußen vor der Tür. Es schien als wollte jemand die Welt untergehen lassen.

War dies mittlerweile schon nötig? Nötig, damit er überhaupt noch etwas spürte? Spürte er nur noch so, dass er noch am Leben war? War all dies nun schön nötig?

Donner grollte durch die dunklen Gassen – einer vergessenen Welt. Donner, so laut und klar und deutlich, dass alles bis auf die Grundfesten des Seins erschüttert wurde.
Donner grollte, Blitze zuckten, Regen peitschte durch eine liebevoll erschaffene Landschaft. Eine Landschaft geschaffen um zerstört zu werden.

Das füllen der vollständigen Leere war nur noch ein Statist. Ein Statist in einem Schauspiel, welches vollkommen dazu gedacht war, seine Leere zu füllen.
Äonen hatte er damit verdacht, diese Welt zu schaffen. Seine ganze Liebe, welche er nicht in der Lage war jemandem zu schenken floss in sie hinein. Nur so war es ihm möglich, sich an seinem Sein fest zu klammern.

Diese Welt war alles für ihn, alles was er zu fühlen im Stande war.
Und genau deshalb musste er sie nun zerstören.

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Der zweite Blick

Written By: OhneWorte - Sep• 05•11

ein Stift
ein Blatt
auf einem Tisch
nebst Wein
und Glas
am Fenster
mit  dem Blick
aufs Land

Romantik
so stellen wir
sie uns doch vor

doch
sehen wir das Ganze
Bild?

auch
das Entscheidende
Detail?

nur ein Glas
steht
für den
Wein bereit

Romantik weicht
der Einsamkeit
sie wird Gewahr
die langsam
sich den Sinn ergreift
und das ist was bleibt

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Ein Gedicht

Written By: OhneWorte - Aug• 29•11

Ein Gedicht, dessen Titel länger ist als das Gedicht selbst und dir trotzdem nichts verrät, weil diesmal einfach der Titel im Vordergrund stehen möchte

ein kurzes
Gedicht
mit
allzu langem
Titel
sagt dir
nichts
auch dieses
nicht

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Harmonie

Written By: OhneWorte - Aug• 22•11

wenn
unser eins
und
deine zwei
schweigend
miteinander
sprechen
sag ich
nichts
und du
hörst zu
doch
verstehst mich
nicht

kleine lügen
schallen groß
schmerzen
mich
doch
dich nicht
sehr

stumm nur
schrei ich
dich an

Lügen
sollst du nicht
willst du nicht
magst du nicht
tust du aber

schweigend
schreie ich
trommle wild
von innen
gegen mich
schreie
tobe
wüte
weine
schweigend still
und
du
hörst mich
nicht
siehst mich
doch erkennst
es nicht

stumme tränen
weine ich
in mich
hinein

verzweifle
laut und deutlich
zeig es nicht
du siehst
es nicht

stumm nur
schreie ich
dich an

bleibe
sitzen
neben dir
und
sehe
aus
wie
eh und je

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Ohne Titel

Written By: OhneWorte - Aug• 15•11

Sonnentropfen und Regenschein

bei Honigbrot

und Früchtepunsch

was will man

mehr

noch finden

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dunkelgrau

Written By: OhneWorte - Aug• 01•11

dunkelgrau sieht alles aus

dunkelgrau

so schleicht es sich heran

schwarz oder weiß

soll ich nicht mehr denken

scheinbar

sollen grautöne vorhanden sein

es schleicht

es kriecht

es windet sich voran

dunkel grau im aller besten fall

schwarz soll es nicht mehr sein

schwarz darf es nicht mehr sein

dunkelgrau

so muss ich also sagen

scheint dunkler noch als schwarz

dunkelgrau

so muss ich sagen

schleicht langsam sich heran

stille schickt es stumm voran

schwer

stumm

so wie

dunkelgrau

schleicht es sich von hinten an

sieht uns sitzen

sieht uns stehen

sieht dass wir es gar nicht sehen

stille hüllt uns ein

schweigen drückt uns stumm hernieder

sprachlos schauen wir uns wortlos um

schwarz

dunkelgrau so muss ich sagen

dunkelgrau

scheinen wir zu sein

schweigend schauen stumm wir zu

schwer von dunkelgrau verhüllt

wie scheinbar endlos schnell

die farben beginnen dunkelgrau zu sein

dunkelgrau

dunkelgrau ist alles was noch bleibt

sprechen hören fühlen schmecken richen sehen

dunkelgrau

dunkelgrau ist alles was noch bleibt

dunkelgrau

scheinbar schwärzer noch als schwarz

dunkelgraues schweigen

scheinbar schlimmer noch als schreien

scheinbar lauter noch als schreien

dunkelgrau ist alles was noch bleibt

dunkelgrau

dunkelgrau

dunkel

scheinbar dunkler noch als schwarz

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an der bushaltestelle

Written By: OhneWorte - Jul• 25•11

Du stehst da und ich schau nur zu. schaue zu, wie Du da stehst.
mehr machst Du nicht. und ich mach mich nur lächerlich.
doch kann ich nicht anders.
alle sehen, wie ich Dich ansehe, wie Du da stehst.
am liebsten würde ich Deiner Lieblichkeit noch weiter zusehen.
doch Du steigst in den bus und ich schaue zu.
du fährst mit dem bus davon und ich schaue zu.
der bus ist weg und ich sitze immer noch hier.
es wäre auch meiner gewesen.

so sitze ich nun hier und schaue Dir nicht mehr zu und warte auf den nächsten bus.
zwei stunden und bin Glücklich.

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